
im stich gelassen
31/05/2010ich spiel mal ein bisschen ping-pong mit olaf von den wort-schuetzen. ping. olaf hat aufgeschlagen – http://www.wort-schuetzen.de/wp/?p=1824.
pong. halte ich mal mein spätzles-brett dagegen. eine ratte verlässt das schiff, assoziiert olaf und hat den bundespräsidenten im revier. ich seh eher den kapitän, der das schiff durchaus vor dem untergang und kerineswegs als letzter verlässt. könnte mir egal sein. ist ja nicht der erste ober-macker, der sich vor der zeit vom acker macht.
is‘ mir aber nicht egal. zu horst köhlers bemerkenswertesten und einfühlsamsten reden gehören die zwei, die er in winnenden hielt. vor vielen, vielen menschen, die um die opfer des amoklaufs trauerten. diese menschen, denen er versprochen hatte, stets für sie da zu sein, hat köhler mit seinem rücktritt im stich gelassen. das werfe ich ihm vor.
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Vielen Dank.
“Stimmungsvoll” konnte er reden. Und ohne Zweifel war sein Meisterstück das “Winnenden”. Aber weil das Winnenden auch ein Stück von uns ist, trug das seinen Teil dazu bei.
Nun ist er gegangen, der Präsident aller Deutschen. Der Abgang war alledings nicht angemessen hinsichtlich des Pillepalle; er hat eigentlich schon mehr einstecken müssen. Und warum soll ein Präses nicht auch angreifbar sein.
Wenn man uns schon nach 60 Jahren immer nocht nicht für kompetent hält, ihn zu wählen, greifen wir ihn wenigstens ein wenig an. Wenigstens in diesem Sinne: Vollkontakt.
Der arroganten Denkweise, wie er seinen Rücktritt begründet, konnte ich allerdings keinen Geschmack abgewinnen: Es fehle der Respekt gegenüber seinem Amte und er fühlt sich unangemessen kritisiert hinsichtlich seiner Afghanistan-Bemerkungen.
Ich denke eher, ihm “stinkte” der Lübke-Vergleich.
Und Florian Schröder hat wieder einen “Gegner” weniger.