
costa concordia verdrängt christian wulff
17/01/2012heute, zur morgenröte. ruf ich die tägliche wählnummer. schloss bellevue. wer grad bei wem urlaubt. und auch sonst. ob alles seine richtigkeit hat. weil in einem staat, in dem der bundespräsident kein geld sich freundanschafft, will ich nicht bürger sein.
aber glaubst du’s ob oder auch nicht. kein telefon-durchkommen. macht nix. clever-kerl weicht um. mal sehen, was internet. fakten-check bei christian, sozusagen. indes au weh. weder 450 fragen noch sechs seiten antwort. verbindung null. wie labs ohne kaus.
wird nicht etwa was ereignis? musst du videotext. twitter für zurückgebliebene (technisch zurückgebliebene, nicht aus dem urlaub). allein, auch nur blau-grieseliges stahlgewitter auf der mattscheibe.
mach ich mir einen reim drauf jetzt: fall von kabelnetz zerfetzt. niemand will, dass ich der mail-box oder dem anrufbeantworter meines präsidenten den krieg erkläre. so kurz, bevor die würfel am rubikon fallen. oder den gar überschreiten.
sind wir also abgeschnitten. ich von der aussenwelt und der präsident von mir. frag‘, für wen das mehr herb. and the winner is: christian wulff. muss sich nicht länger rechtstammelfertigen, wenn den naseweisen medien-menschen der technische boden unter den füssen bricht…
kann bundespräsi ja auf traditionelle verkündung sich zurückbesinnen. mit der postkutsche werden jüngste und wahrheitsgetreueste pressemitteilungen zum volk transportiert. vom ausrufer akustisch verbreitet unter denen, die des lesens nicht so prima mächtig. durchaus denkbar, dass thurn und taxis sach- und personalkosten berappt. aus alter anhänglichkeit zum wulfferl, versteht sich. bis die nachricht dieserart am bürger, schreiben wir das längst vergessen.
andere möglichkeit, den bundespräsident aus dem scheiss-haferl: in italien kentert ein schiff. seit costa concordia so gut wie nix mehr zu hören von der schieflage christians.