Archiv für die Kategorie ‘gedichtetes’

h1

was ich sagen muss

07/04/2012

„was gesagt werden muss“
warum nicht:
„was ich sagen muss“?
lässt vorsicht walten
der grosse grass
noch beim beschriften Read the rest of this entry ?

h1

so soll es sein

26/10/2011

zeit für zitate. die meisten aus liedern, auf die ich abfahre.

„mein freund schnuckenack nennt das leben
eine lehre, die man hat,
wenn man sie nicht mehr gebrauchen kann
und er hat die lehren satt.
zwischen tausend tabernakeln
sucht er gott wie eine laus.
denn er will ihn höflich fragen,
ob er rechnet auf applaus.“

andré heller, „mein freund schnuckenack“, erhältlich unter anderem auf „ruf und echo“.

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h1

dorthin die freunde sind

21/12/2010

dann ertappst du dich
du hörst elton john
den meister
erlesener traurigkeit Read the rest of this entry ?

h1

manchmal

13/09/2010

manchmal
ist da
dieser ohnmachtsvolle drang
nach gut-gehen-lassen

barfuss übers gras
der boden spendet wärme
und ganz leise
federn die halme feuchtigkeit

sonne soll scheinen
und falls der mond
dann nur
wenn das licht gutmütige schatten wirft

h1

ewig, oder so

20/08/2010



war früher
alles viel heute
oder nur
weil heute
viel früher war? Read the rest of this entry ?

h1

standpunkt

04/08/2010

oben
von unten betrachtet
ist oben

von oben gesehen
dagegen
ist oben unten

es scheint
dein standpunkt
spielt eine rolle

h1

übers land

17/07/2010

morgen fahr ich übers land
der heimat folgend
durch täler
auf die die tannen
satt-grüne schatten werfen
wenn ich fein stille bin
kann ich dem konzert lauschen
ein konzert für rauschende bäume und patschende bäche.

hinauf auf die höhen
wo bruder wind
immer einen kittel frischer hechelt
als bei uns ausgeborenen in der stadt.

morgen fahr ich übers land
an die wiesen, die vollbart tragen
verflochten mit bunt-blumen
im schatten der glasbläser
haben die flösser dort bäche zu seen angestaut
fisch-trächtig
flösser sind heute vergilbte bilder
in splitternden rahmen
glasbläser begegnen uns in chroniken
wenn wir sie suchen

morgen fahr ich übers land.
da gibt’s noch schwarzbrot
aus dem backhaus

vielen menschen werden wir begegnen
auf unserer fahrt
die dort nicht hingehören
so wie wir.

h1

auf rund genäht

06/07/2010

im fussfall aller bälle
die kinderhand
auf rund genäht

zu alt für die schule
und zu arm

zu jung für eine welt
die unter entwicklung und hilfe
ausbeutung versteht

da politikern sie
von unserem fabulösen team
und sportjournalisten
stellen dumme fragen
hauptsache per du

der form halber
einmal durch ein township
aber achtung:
gefährlich
der löwe im krügerpark auch

vier wochen lang
stehst du im mittelpunkt
südafrika
beziehungsweise
lahms kapitänsbinde
wichtiger als das kind
das grad im aids-waisenhaus verreckt

auch wirtschaftlich
strahlt der manager
wird die wm für deutschland
ein gewinn

lass den schotter da
fahr noch einmal durchs township
bring ihn unters volk.
dann dürft ihr auch weltmeister werden

h1

wozu eine hymne

29/06/2010

wozu eigentlich
halten wir uns
eine national-hymne?
kollektiv vorzutragen
im gleichschritt
marsch
für wen?
von wem?
auf drei und vier
wird verstand
auf null gefahren

einigkeit und recht und freiheit
wie mager
muss es darum bestellt sein?
ums mit scharf geknotetem schlips
fett zu betonen?

waurm
muss eine nation
auch noch musikalisch flagge hissen?
von soviel allgemeingültigkeit transpirierend
dass bestenfalls schweisse flecken
der gleichgültigkeit zurückbleiben.

h1

drunten am mississippi

12/06/2010

drunten am mississippi
wo süss und wasserfett
der blues
aus den sümpfen steigt
lässt sich an der kasse
verschnupft
ein fräulein
deinen ausweis zeigen
kein zwölf-takt-schema
unter 18 jahren Read the rest of this entry ?

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