Archiv für die Kategorie ‘musik’

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bernd und die heimatmusik

24/05/2012

der adlersaal. die fuggerstross. letztere schreibt sich ausgesprochen sogar fugg’rschdross. das indes interessiert erstens und versteht zweitens keine sau. jedenfalls keine ausserschwäbische sau. die sau, die der schwäbische metzger zur zeit der reife metzget, um wurst zu machen draus. da fällt mir der von der muse verwöhnte insterburg ein: „ihr lieben kleinen schweine / der mensch ist unterschiedlich / ich esse lieber keine / ich finde euch sehr niedlich“. aber ich schweife ab. Read the rest of this entry ?

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die einzigartige judy henske

20/05/2012

judy henske. der name begegnete mit zum ersten mal im ersten burke-band des amerikanischen rechtsanwalts und autors andrew vachss. vachss vertritt ausschliesslich missbrauchte kinder und burke, sein roman-held, kämpft als gesetzloser ebenfalls gegen den missbrauch. es sind düstere, gewalttätige bücher. in jedem dieser bücher aber gibt es die passage, in der burke eine cassette in den recorder schiebt, judy henske hört und erklärt, warum er diese musik – und vermutlich auch die sängerin – liebt. weil diese stimme so ehrlich ist wie regenwetter im spätherbst, weil diese sängerin so ungezügelt daherkommt wie ein wasserfall.

es hat lange gedauert, ehe ich eine platte judy henskes fand. es gab sie dann auch bei amazon. die aufnahmen haben mir geschichten erzählt. von einer weissen frau, die bereits anfangs der sechziger jahre mit schwarzer stimme sang. die vor anzüglichkeiten in moderation und texten nicht zurückschreckte. und – lange vor janis joplin – auch nicht davor, mal angeschickert auf die bühne zu treten.

es gibt wenig musikerinnen und musiker, denen ich beim zuhören gänsehaut verdanke. deren lieder ich nicht gross übers hirn aufnehme, sondern sie gleich in bauch und herz bunkere. wo sie brennen wie eine halbe flasche jack daniel’s auf ex. (mein freund bernd beherrscht dies mit zwei, drei liedern auf seinem „schwabenkrawall“ auch. ich werd ihm und euch mal zu anderer stund‘ beschreiben welche und warum.)

„wade on the water“ in der vorliegenden fassung stammt aus irgendeinem dieser amerikanischen schmacht-filme. vergiss das. und wenn andrew vachss und ich nicht völlig neben der spur unterwegs sind, müsste sich beim anhören was tun bei euch.

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poesie und musik

16/05/2012

wir haben, zu unserer zeit, die platten runter und rauf gehört. vor allem “vielleicht weil ich ein wilder bin”. die rede des grossen häuptlings seattle als antwort auf das angebot des amerikanischen präsidenten, das land der roten brüder aufzukaufen. entweder, kannte seattle die regeln schon damals, wir verkaufen oder die weissen kommen mit waffen. “poesie und musik” hiess das trio mit der beschämenden einschaltquote auf youtube.

einmal haben wir ein konzert mit den dreien veranstaltet. zugunsten von amnesty international. der besuch war erbärmlich. so erbärmlich, dass uns büdi siebert hundert mark aus seiner tasche in die kasse steckte. der künstler unterstützt den veranstalter finanziell – ein merkwürdiges moment.

nachfolgendes teil ist der beginn einer grossartigen, nach wie vor aktuellen rede. die anderen stücke finden sich auf youtube, aber schon dieser beitrag erinnert mich, dass wir geschworen haben, mutter erde, unsere schwestern, brüder und kinder zu schützen. ich weiss von keinem der damaligen, dass er diesen schwur nicht gebrochen hätte. gedacht ist “meine worte sind wie sterne” für alle, die sich durch diesen gebrochenen schwur nicht entmutigen lassen. und deshalb geht ein besonderer gruss in den nordwesten, dorthin wo die ziegen zotteln.

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die erste liebe

13/05/2012

ausgerechnet bei diesem teil, blasen die bläser nicht, sondern schlagen auf verschiedenes schlagwerk. aber das teil geht dennoch gut ab.

lass uns über musik reden. sie war, nicht nur für john miles, meine erste liebe, sie wird auch meine letzte sein. schreib ich’s grad so, aufs grad wohl. als wie es mir durch herz und hirn wummert. Read the rest of this entry ?

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entweder-oder-spielchen

07/05/2012

spielen wir ein entweder-oder-spielchen. das leben gibt es her. wie’s geht? wirste gleich sehen.

the beatles oder the rolling stones. das ist seit einem halben jahrhundert nicht weniger als eine glaubensfrage. allerdings nicht für mich. die beatles waren in text und ton bunter, revolutionärer, verrückter. keith richards spielt nur geringfügig besser gitarre als john lennon das tat und paul mccartney war der beste rock- (und leider pop-)bassist der geschichte – nach john entwistle von den who. zu mick jagger gibt’s nur eins zu sagen: ohne ihn hätten die stones eine richtig gute truppe werden können (oh ja, ich höre die aufschreie).

kult-kamera: die nikon f2nikon oder canon. das ist seit fotografen-gedenken die frage unter den licht-bildnern. aber einfach zu beantworten: nur die nikon hat kult-status, nicht nur weil nick nolte im nicaragua-film „under fire“ (von roger spootiswoode) zwei f2 einsetzt. auch dennis hopper greift in „apocalypse now“ (francis ford coppola) auf gleich mehrere nikkormat zurück. ich räume allerdings ein, dass auch die leica oder die hasselblad (je nach einsatzort) kult-status errungen haben.

herbert wehner oder franz-josef strauß. da können zugegebenermassen nur die älteren unter uns mithalten. der csu-mann strauß wollte die bundeswehr mit atom-waffen ausrüsten (einen entsprechenden bundestagsbeschluss gibt es heute noch) und hat durchaus auch an seinen eigenen geldbeutel gedacht, wenn er den nicht gerade in new york an zwei nutten losgeworden war. der wehner war ein ebenso unerbittlicher und doch witziger redner wie sein ewiger widerpart. aber er lebte sein privates als die bescheidenheit in person. strauß war während des dritten reichs wehrmachts-offizier, wehner kommunist. (trotzdem) punkt für wehner.

mcdonald’s oder burger king. unentschieden – beides zum kotzen. und spätestens seit „pulp fiction“ vom grossen tarantino wissen die europäer, dass wir von burgern und ihren produzenten eigentlich nichts wissen. geschweige denn verstehen. von milch-shakes übrigens auch nicht.

katholiken oder protestanten. dazu sei der einfachheit halber hanns dieter hüsch zitiert: „ein katholik im dunkeln ist besser als ein protestant im freien.“

netzer oder overath. netzer war schlampiger, aber zu seiner besten zeit genialer. und später so schlau, nie präsident zu werden. tut mir leid, wolfgang.

mercedes oder bmw. ich hatte beide und fahre jetzt citroen.

leben oder tod. – eins nach dem anderen.

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nicht mehr meiner meinung

09/04/2012

und schon bin ich nicht mehr meiner meinung. bin also zurück auf facebook. weil ich dort menschen treffe, die mir ansonsten nicht über den weg laufen. einer von ihnen: der ziegenzottel, mit dem ich unter anderem meine liebe zu sammy davis jr. teile. zum wiedersehen udo und allen, die sich in bann ziehen lassen, eine parodie des grossen kleinen sammy. eine hymne des amerikanischen show-bizz’, die davis grössen singen lässt, die den titel nie gesungen zu haben. bogart, cagney, brando und am ende dean martin und jerry lewis. einfach köstlich.

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so ein tag

20/03/2012

wach ich auf mit merkwürdig denke unterm pony: frank sinatra, auch dean martin und ganz sicher sammy davis jr. hätten bei einem dieser brechmittel von casting-shows so viel aussichten gehabt wie beate klarsfeld bei der wahl des bundespräsidentin. aus fürs rat pack in der vorrunde. disqualifiziert  wegen zuviel talent. – tja, mit solchem schwurbel lässt sich der tag wohlan. Read the rest of this entry ?

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ces gens là

25/02/2012

der grosse jacques brel. der schon damals konkurrieren konnte mit unseren sonstigen hörgewohnheiten. mit den doors zum beispiel. mit dem hendrix. den who. brel, der überwältigende geschichtenerzähler. das bürgerskind, das sich aus seiner herkunft spöttelte. “ces gens là” ist eines der vielen, vielen gewaltigen lieder, das brel nicht nur mit der stimme sondern mit seinem ganzen körper singt. dahinter stell ich mal klaus hoffmanns nachdichtung des werks. hoffmann darf das, weil er schon früh begriffen hat, wie brel fühlt.

 

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holländischer blues in schlechtem delon-film

12/11/2011

natürlich nur, um meine französisch-kenntnisse aufzufrischen, warum auch sonst?, hab ich grad einen alain-delon-streifen mir reingezogen. nicht einer von den schlechteren des meisters, sondern einer von den schlechten: „pour la peau d’un flic“, im deutschen verleih „rette deine haut, killer“. ehrlich – ein richtig schlechter film.

aber im hintergrund singt immer wieder einer den blues. nicht ausgefeilt, nicht aussergewöhnlich gestrickt. aber die harmonien fesseln dich, der eingebremste rhythmus packt dich. und die stimme oscar bentons hat was. was besonderes. nicht nur, weil der ein holländer ist.

und weil heute mittag der holländische ministerpräsident mark rutte beim parteitag der fdp gastgeredet hat, will ich halt zeigen, dass die flachländer auch was besseres zu bieten haben als einen, der sich ohne not ausgerechnet bei den deutschen freidemokraten einschleimt.

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eine art von hitparade

30/10/2011

bei uns zugegend entzückt der dazugehörige landessender das hörige publikum jahr um jahr mit einer hitparade. die tausend besten dürfen sich hörerinnen und hörer erstimmen. die geschichte hat, zugegebenermassen, kult-charakter und zieht sich über fast eine wochen hin, ehe das ergebnis feststeht. denken kannst du dir den einlauf schon früher: led zeppelins „stairway to heaven“ vor queens „bohemian rhapsody“. das ist seit dem paläozoikum so und wird vermutlich auch bleiben, bis die erste bemannte raumkapsel auf dem mars landet.

diese woche ist die hitparade aufs völligste an mir vorübergegangen. weil ich seit geräumter zeit kein radio mehr höre. für ein angemessenes musik-programm sorge ich lieber selbst und die nachrichten bezieh ich von anderswo. what shall’s also. it’s just wurscht. mach ich mir meine eigene hitparade. völlig ohne rücksicht auf verkaufszahlen und anderer musik-freunde speziellen gusto. rein nach meinem geschmack und sei auch ich der einzige, der den für gut hält. Read the rest of this entry ?

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